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2026-09-30

Ein letztes Mal das Thema Nationalsozialismus

Das Thema Nationalsozialismus wird intern heimlich in Österreich noch teilweise kontroversiell betrachtet. Ich halte es weiter sehr wichtig die Jugend ohne Schminke und ohne Moralinkeule über die Greul des NS-Regime zu unterrichten.

Das Regime der Nazi beruhte am Anfang auf sehr viel Propaganda und theatralischer und filmischer Inszenierung und danach auf immer mehr Angst und Schrecken und Drohugen, die auch ziemlich schnell skrupelos in die Tat umgesetzt wurden (Dissidenten einfach hängen in den letzten Kriegsjahren mit einem Geswandverkaufsschuld: Hier hängt ein Verräter!)

Die Yankees akkzeptierten bei der Konsolidierung Europa nach 1945, wenn die Nazis mit sehr viel Propagada wirkten und tatsächlich in einer noch freien Abstimmung nur über einen Sachverhalt abgestimmt wurde: "Wir Saarländer sind deutsch!" 1935)

aber keinerlei Abstimmungen, wo in einer Frage über 2 oder mehrere Sachverhalte entschieden wurde und bewaffnete SS Männer neben der Urne standen und bei prominenten alt-adeligen Konservativen und auch vlt. Sozialdemokraten dann der Wahlumschlag öffneten und wenn der SS die Wahl nicht gefiel, sie gleich den Wählenden verhafteten.)
Ich bezog zunächst, mein Wissen über das 3. Reich aus der Schule und nachher, indem ich meine Familie fragte. In der Schule hielt ich zunächst das Gelernte für sozialistische Propaganda, solange bis uns ein jüdischer Mitschüler Daniel wirklich gut das Regime begreiflich machte. Bei ihm ging es nicht um unmenschliche Greultaten gegenüber Juden, sondern wie schnell normale Deutsche plötzlich ins KZ kommen konnten oder verhaftet werden konnten, wenn sie bei diesem grausamen Theater nicht mehr mitspielten. (Er brachte uns das Burch "Damals war ich 14." näher.) Erst dann begriff ich meine Sturheit und meinen Trotz und änderte meine Meinung, obwohl ich eigentlich NIE Greultaten gegenüber Juden oder anderen Religionen irgendwie gut fand.
Ich begann dann meine Familie zu fragen und bat meine Oma die Wahrheit zu sagen:
Sie erzählte: "Es gab schon am Anfang Gerüchte, dass man die Juden mit Zwang und Gewalt in Arbeitslager steckte, dass es grausame Vernichtungslager waren, wußten wir aber anfangs nicht, erst so gegen Mitte bis Ende des Krieges kam die Wahrheit heraus." Sie war früher Lehrerin an einer Klosterschule und dann im 3. Reich beim Bund deutscher Mädchen, wobei Sie solange die SS nicht auf Kontrolle war, weiterhin christlich sozial fair unterrichtete und unter den wachsamen Augen der SS dann etwas deutschtümlicher. Auf die Frage warum, meinte Sie: "Die haben einen sehr prominenten Adeligen gleich verhaftet, als er mit "Nein" beim Anschluss stimmte und wir weinten heimlich zu Hause, während Hitler mit sehr vielen SS und Wehrmachtsmännern seinen Sieg am Heldenplatz inszenierte. Eine Lehrerin, die nicht mitmachen wollte ist jetzt weg. Ich hatte Angst, dass mein Mann nicht mehr von der Ostfront mit einer rumänischen Jagdfliegerstaffel zurück kommen wird, wenn ich da nicht mit mache. Ich erwartete deine Mutter. Ich dachte mir ich mache da mit Erich bei diesem NS Jungfamillienprogramm mit, weil dann werden wir weniger eingeschüchtert und auch nicht verhaftet!"
Gut meine Oma war zeitlebens etwas opportunistisch, sie war etwas sozialdemokratischer, wenn die SPÖ an der Macht war mit so Argumenten: "Die Sozialdemokraten haben mit ihren Gewerkschaflern,  Straßenbahnern und Eisenbahnern uns die Kommunisten vom Leib gehalten, als die kurz vor 1954 marschieren zu begannen (wir als Konservative hätten nicht genügend Widerstandskraft gehabt)." oder "Es geht ja den Konservativen und Reichen nicht schlechter unterm Kreisky, sie verteilen halt an Gewerkschaftler und manche Vorarbeiter genauso viel, wie an uns und diese unsere Privilegien kommen manche noch aus dem Ständestaat!". Sie haßte wie ich den Begriff Austrofaschismus, weil der abolut grauenvolle Dolfuß Ständestaat. nicht mit dem 3. Reich annähernd vergleichbar war. Dennoch wa sie nicht ohne konservativen Kampfgeist. Ich hatte in den Volksschule so bunte punkige "Atomkraft, nein danke!" oder "Zwangstagesschule. nein danke!" mit.  Das mit der Atomkraft verstand ich nicht, aber dass Zwang ohne Wahl schlecht sei, war mir damals schon klar. Die Popularität von Dr. Alois Mock stieg darauf sehr stark an meiner Volksschule, selbst Kinder von Sozialisten meinten, "es sei besser das jetzt Sinowatz käme, weil sie verstünden. dass so absolut in absoluter Mehrheit ohne kompromisse durchregieren, schlecht für alle nicht Sozis sei."
Allerdings machte meine Oma nicht  bei den Witzen über das "Integrierte Gesamtjehenseits" mit, weil
meine Oma als Lehrerin und Realistin nämlich merkte, dass Klassenkolleginnen von mir, die im Hort waren, weitaus schulisch voraus in sprachlichen Fähigkeiten (lesen, schreiben, erzählen) waren, obwohl sie als Lehrerin immer sehr dahinter war, dass ich die Hausaufgaben machte. Weil ich nicht so gut zeichnen konnte, zeichnete sie ein par mal ins Hausübungsheft Meisterwerke. "Die Oma vom Heinz hat da ein Bild vom ganzen 3. Bezirk gezeichnet", merkten damals Mitschüler und Freunde an. Geschrieben hatte meine Oma nur 1x die Hausübung, als ich in der AHS nicht die Abfeierung des dauernden Scheiterns von Thomas Bernhard (der Theatermacher) kommentieren wollte, ich schrieb auch dazu, dass ich mich weigerte diese eine HÜ zu schreiben, nur weil das dauernde Scheitern was depremierendes und nichts Glohrreiches sei. Meine Oma schrieb darauf eine sehr kritische Auseinandersetzung mit dem Buch. Man konnte ihre sehr schöne Schrift von meiner etwas hektischeren Schrift sehr gut unterscheiden.
Als meine Oma einmal ein Hakenkreuz im Aufzug eingerizt sah, hatte sie schreckliche Angst. Meine Oma war ein sehr positiv eingestellter Mensch und meinte immer meine Eltern hätten zu viel Angst, besonders vor KabelTV mit amerikanischem Sky-Channel. Sie hatte auch nach Stalin keine Angst vor den russischen Kommunisten, weil nach Stalin konnte man mit denen geschickt verhandeln, wenn man sie vorher etwas mit Wein eintrankelte und meinte: "Die österreichische Sozialdemokraten sind halt nicht so effizient in Produktion und Landwirtschaft, wie die russischen Kommunisten und so Leistungserbringung mit einem Zwangs-Solll würde Österreicher eher demotivieren als motivieren." Der etwas beschwipste Russe gab dann alle Pläne auf, das neutrale Österreich in den Warschauer-Pakt holen zu wollen.
Aber vor dem Symbol der Nazis, davor hatte Sie so entsetzlich schreckliche Angst, so eine riesige extreme  Angst.
Erst dann wurde mir wirklich klar, was das 3. Reich war.





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