Labels

Pressefreiheit (172) Wirtschaft (163) Österreich (130) IT (115) code (75) Staatsschulden (40) EZB (28) Geopolitik (21) Pensionssystem (16)

2026-07-15

Eine rechte christliche geradlinige etwas böswillige Ethik, die aber nur für die Burgoise gilt

 Mal vorweg: Ich hasse die konservative nette Burgoisie nicht.

Die Burgoisie hat in Österreich eine Riesenangst in den letzten Jahren:

Sie hat die Angst, dass siie zu links wird, einfach dann einen Schlendrian eines alten Sozen einreißen lässt, der faul, dick und proletarisch wird
und keine ambionierten Reformen in unserem zu dicken Staat durchführen will.

Also so was, wie 1 statt 3.
Ein Vizepräsident für alle Wirtschaftskammern Ost (Wien, NÖ, Bgld), einer für Mitte (Steiermark, Oberösterreich, Kärnten) und einen Vize für die Westbundesländer (Vorarlberg, TIrol, Salzburg).
1 Vizepräsident pro Laka ist wirklich meist total unterfordert, besonders in den kleinen Laka's Vorarlberg und Burgenland und rechnet sich dort nicht so.
Hingegen ein Vize für 3 Bundesländer macht als Ersatzmann für den Fall des Ausfall des Präsidenten schon Sinn.
So ein VIze geht auch mit gutem Beispiel voran und zeigt, dass die Zukunft den dynamischen und nicht den zu Sesshaften gehört, die bereit sind im kleinen Kreis auch zu pendeln. (Kein Welthandelskaufmann, aber so pemdeln über die Ostregion, das wäre vorbildhaft.)

Damit nirgendwo ein so wenig strammer und straffer Schlendrian einreißt,
haben besonders ambitionierte Christen einen schönen neuen rechten Narrativ entwickelt:

Einen Narrativ der disziplinierten aufrecht im Rücken strengen Geradlinigkeit,
wo wirklich alles passen muß.

Alkoholiker und Süchtler sind ein Problem,
zu Faule und chronisch Kranke sind ein Problem,
mangelende Disziplin und zu wenig  Härte sind ein Problem,
disziplinierte Geschäftigkeit bis in die späten Abendstunden
mit strenger Mine ist wichtiger als jedigliche Genialiät oder
Gespür für Märkte.

Ohne Fleiß, kein Preis -
das sage ich auch und auch ich glaube an das Glück des Tüchtigen.
Trotzdem ist Scheitern eines Unternehmers nicht immer alleine dessen Schuld,
nicht zu Stande gekommene Aufträge oder Abspringen eines kapitalkräftigen Stammkunden oder ein zu strenger Bankbeamter, der eine Überbrückungsfinanzierung nach Basel3 als zu riskant bewertet und nicht gewährt, daran kann man auch als Unternehmer schuldlos trotz großer Hingabe sein, außer man hat alös Burgoiser die Möglichkeit voin privaten Darlehen seiner lieben Frau Mutter oder sonstigen Quellen.
Achtung, ich bin per se nicht dagegen, da sonst noch mehr Unternehmen zusperren müssten und Arbeitslose entstünden und in den meisten Fällen bei KMUs ist die Zwischenfinanzierung auch erfolgreich.

Burgoise vergessen häufig einige Vorteile, die sie gegenüber anderen mitbringen.

Mir geht es in diesem Artikel nicht die Burgoisie generell anzugreifen, sondern um eine kleine Gruppe, die andere dann als Versager abstempeln und Ihnen mangelnde Disziplin und Willenskraft vorwerfen, auch wenn es nicht deren Verschulden ist.

Ich bin mir bewusst, dass ich selbst als Liberaler bessere Lobby und Netzwerkmöglichkeiten mitbringe oder auch mit meiner spitzen Zunge leichter politische Gefälligkeiten erwirken kann, als ein armer Sozi, Kommunist, Freiheitlicher oder Grüner.
Ein Burgoiser, der als Hundefriseur sein unternehmerisches Glück versuchen will, wird weiters im Freundes- und Bekanntschaftskreis und in seinem Netzwerk genügend reiche Freunde haben, die öfters mit dem Hund frisieren gehen, sollte das Geschäft schlecht laufen.
Ich bin mir weiters bewusst, dass gewisse burgoise Geldbuffer mir es als Unternehmer länger erlauben nicht erfolgreiche Quartale durchzustehen, wo das Geld knapp wird.
Und vor allem bin ich mir bewusst, dass Nicht EU Bürger und EU Ausländer, die zu wenig Versicherungszeiten nicht die Möglichkeiten haben, ihr Gewerbe einfach einige Zeit ruhend zu melden und AMS zu gehen.
Wenn sich keine Aufträge oder Marktchancen ergeben, dann muss ich nicht auf Teufel komm raus mit vielleicht viel höherem Risiko ein Geschäft machen (mit dem letztzem Willen um einen dubiosen Auftag keilen), ein Nicht-EU Bürger, der hier keine Sozialleistungen viele Jahre bezieht oder ein EU-Ausländer, der noch ui wenig Versicherungserwerbszeiten aufweist, muss immer mit höherem Risiko als Unternehmer wirtschaften und keine auch nicht sein Gewerbe ruhend melden, wenn sich absolut keine vernünftigen Geschäftschancen ergeben.

Deswegen sind die Insolvenzen bei diesen benachteiligteren Gruppen auch viel häufiger als bei burgoisen oder liberalen Unternehmern.

Trotztdem ist das liberale Insolvenzrecht eine große Errungenschaft,
denn nicht der Schuldner wird für lange Zeit in den Schuldturm gesperrt,
sondern auch der Gläubiger, der zu leichtfertig Kredite vergab,
muss mit einem Teilausfall rechnen.

Warum ich den Artikel schreibe?

Ich weiß leider nicht welche Gruppe innerhalb der Konservativen oider Rechten diese Bösewilligkeit hineinbringen will, wenn ich mir meine konservativen Bekannten ansehe, dann ätzen die meist nicht über Mißerfolg von anderen oder geben dem mit Mißerfolg die alleinige Schuld.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen