Es war einmal ein Arbeiter, der noch jung war. Ab und zu, wenn eine Firma Personal abbaute oder wenn er keine Vorankommen in der Firma mehr sah, ging er zum AMS.
Damals war eine Zeit der Hochkonjunktur und der Arbeiter ruhte isch meist so 2 Monate aus und suchte alsbald danach wieder eine neue Arbeit von selbst, was ihm fast immer innerhalb von 1-2 Monaten gelang.
Das AMS schrieb ihm damals fast überhaupt nie an.
Irgendwann so um die 35 brauchte er allerdings einmal 6 Monate um eine neue Arbeit zu finden
Er nahm sich darauf vor, nicht mehr so oft zu wechseln und etwas mehr anzuzahen, damit ihm das nicht noch einmal passierte und damit ihm nicht das Schicksal drohte dauerhaft in Arbeitslosigkeit zu geraten.
Irgendwann so um die 35 brauchte er allerdings einmal 6 Monate um eine neue Arbeit zu finden
Er nahm sich darauf vor, nicht mehr so oft zu wechseln und etwas mehr anzuzahen, damit ihm das nicht noch einmal passierte und damit ihm nicht das Schicksal drohte dauerhaft in Arbeitslosigkeit zu geraten.
Zu dieser Zeit sah man das AMS Geld primär noch als Versicherungsleistung der Arbeitslosenversicherung, in die jeder Arbeiter einzahlte, an.Der Mann wurde wegen seines Fleißes oft behalten, wenn andere gekündigt wurden. wenn die Firma aus Kostengründen Personal abbauen musste (um nicht Insolvenz zu gehen). Manche Sozialdemoraten meinten, man sollte den Firmen mehr zuschießen, aber der dude meinte, das war schon damals ein Irrweg, solange dir Firmen Zeitarbeiter einstellen und wieder kündigen und ein Kern-Team immer aber bleibe, sei das Blödsinn aus der Vergangenheit, weil die Firmen ja nicht immer gleichmeißig Auftäge bekamen.
Irgendwann sprach sich herum, dass der Mann, obwohl er eher als Zeitarbeiter eingeschätzt wurde, nun als Kernarbeiter galt, weil er so anzahte.
Darauf zahten alle wieder mehr an, besonders die jüngeren günstigeren und der Mann wurde dann mit 48 beim nächsten größeren Abbau gekündigt, weil er nach KV teurer war, als die jüngeren noch lernfähigeren Kollegen.
Der Mann suchte wieder Arbeit und es herrschte nun eine Zeit der Rezession.
Er brauchte sage und schreibe 1 Jahr und 1 Monat um wieder eine Zeitarbeit ohne Abfertigung neu zu finden.
Zu jener Zeit gab es sehr viele Arbeitslose und die Kosten für die Arbeitslosigkeit konnten nicht mehr aus der Arbeitslosenversicherung gedeckt werden, sondern mußten aus dem Budget quer subventioniert werden.
Gleichzeitig forderte aber DIE INDUSTRIE die Lohnnebenkosten zu senken [ 1 ], sprich die Höhe der Arbeitslosenversicherung arbeitnehmer-seitig und die Arbeitgeberabgabe für den Insolvenzausgleichsfonds arbeitgeber seitig und die AUVA (Arbeitunfallversicherung) zu reduzieren, weil DIE INDUSTRIE nicht mehr in einer globalisierten Welt so wettbewerbsfähig war, aber trotzdem reine Lohnzurückhaltung als falsche Maßnahme sah.
Also mußte zu dieser Zeit mit viel Maß und Ziel beim AMS gespart werden,
auch weil man NIE wie es der heilige Hannes Androsch es verlangte rechtzeitig Pensionsreformen durchführte und immer mehr Budget grosso modo für Subventionen der Pensionisten aufgebracht werden mußte, da sich die sicheren Pensionen nicht mehr aus der Pensionsversicherung der Sozialversicherung alleine zahlen ließen.
Hubert von Goisern machte dann ein Lied: "Brenna tuts guad"
wo ist das Göd (Geld), ja das überall föd (fehlt)
ich sah das als Anspielung, dass viele Dinge, die früher fast gänzlich als Selbstläufer unsubventioniert oder mit wenig Subventionen funktionierten, wie
Arbeitslosigkeit wird primär aus der Arbeitslosenversicherung mit kaum Quersubventionen und
Pensionen werden primär aus der Pensionsversicherung der Sozialvsersicherung mit wenig Zuschüssen finanziert.
Jedenfalls empfinden sich viele Arbeitslose seitdem als Bittsteller und nicht als Versicherungsleistungsempfänger und es gab mehr Maßnahmen seitens des AMS. wenn jemand einen seiner Termine zur Vorstellungsgespräch versäumte, das AMS-Geld zu kürzen.
Einer Frau, die schon lange nicht mehr in Wien in Arbeit war, wurde einmal ein Vorstellungsmarathon von 15 Vorstellungsgesprächen in 2 Wochen in ganz Wien von Wienerberg bis Arbeiterstrandbadstraße, von Jubiläumswarte bis Simmering Aspangbahn Bahnhof vorgelegt, den diese natürlich nicht schaffte, obwohl sie zumindest immer rechtzeitig und früh aus dem Bett aufstand.
Auch der Mann hatte Probleme als Indutriearbeiter. Wenn man früher Inustriearbeiter maximal in die Remisenwerkstatt der Linie 0, nicht fälschlicherweise 0 NULL, wie manche glaubten, einlud sich vorzustellen, wurde er öfters als Koch oder Kellner im Vereinslokal eines Fußballclubs als Aushilfe bei der Schank für die Wiener Unterliga von Arbeitskräfteüberlassern als bestens qualifiziert gesehen und es wurde mehrmals erfolglos versucht, ihn dorthin zu übermitteln / überlassen ...°
Vielleicht meinte man, der Mann war zu sehr ein Lionel Messi und er brauchte zur Charakterstärkung mehr harten köperbetonten Fußball des Wienerunterhauses, wo manchmal sehr hart hinten einegstiegn wird.
(Reine Vernutung, ich will niemanden solche Belehrungen unterstellen...)
[Geht bald weiter ...]
1 Wenn jemand, die Worte Lohnzurückhaltung vielleicht sogar süffisant oder gratis Arbeit (in Anspielung auf Arbeit macht frei aus dem KZ) in den Mund nimmt, dann zuckt der dude aus (wegen Klassenkampf von oben und so), das gilt auch für die Industrie. Zahlungen in den Insolvenzausgleichsfond und in die AUVA verringern, finden die meisten allerdings gut, da Solidarität mit insolventen prinzipiell eigenverantwortlichen Firmen und deren Mitarbeitern nicht unenedlich groß werden darf und begrenzt sein sollte. (wenn 2 Monate kein Geld, dann kündigst du und gehst AMS, anstatt bis zum bitteren Ende die Zeit totstitzen und dann 1 Jahr Lohn aus dem Insolvenzausgleichsfonds zu erhalten) und da es weniger schwere Arbeitsunfälle aufgrund fortgeschrittener Robotik gibt. (Roboter entnehmen nun heiße Stahlproben in der Stahlindustrie und nicht mehr zart-körperliche Menschen). Bei der Arbeitslosenversicherung dachte man halt, man kann ja die Leute früher in Notstand schicken (Achtung nicht die Mindestsicherung, der Notstand tritt jetzt früher ein) um die Lohnnebenkosten zu senken.
Die Industrie tut sich auch anbei schwer hochqualifizierte Facharbeiter zum Niedriglohn zu finden. Außerdem ist eine Industrie, die Macht hat im Staat Lohnnebenkostensenkungen zu fordern eine mächtige Industrie, eine Industrie dagegen, die nur mehr Lohnzurückhaltungen fordern kann, eine Lumpenindustrie und diese wird bald verschwinden, was wiederum den Staat aus der Liste der entwickelten Industriestaaten OECD entfernen wird.
Die Industrie tut sich auch anbei schwer hochqualifizierte Facharbeiter zum Niedriglohn zu finden. Außerdem ist eine Industrie, die Macht hat im Staat Lohnnebenkostensenkungen zu fordern eine mächtige Industrie, eine Industrie dagegen, die nur mehr Lohnzurückhaltungen fordern kann, eine Lumpenindustrie und diese wird bald verschwinden, was wiederum den Staat aus der Liste der entwickelten Industriestaaten OECD entfernen wird.